Urlaub in Deutschland

Ich schreibe gerade vom Netbook meines Kollegen, weil bei mir so einiges mit meinen elektronischen Geräten schief gegangen ist. Aber dazu am Ende mehr…

Vor ca. einem Monat habe ich meinen einwöchigen Urlaub in Deutschland geplant. Ich nahm mir vor, dies keinem zu erzählen. Auch auf meinem Schichtplan konnte man bis dato nicht erkennen, dass ich etwas derartiges plante. Es sollte eine Überraschung sein. Nur meinem Bruder musste ich Bescheid geben, weil er mich vom Frankfurter Flughafen abholen sollte. Es hat alles funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe…

Am Mittwoch, den 17. März um 23 Uhr, stiegen wir aus dem Auto. Mein Bruder ließ den Dieselmotor noch etwas auslaufen und rief derweil meine beiden Freunde Gustav und Johann (Er berichtet ebenfalls) an. Er sagte, sie sollen vorbei kommen um etwas zu “besprechen”. Er tat sehr ernst, versicherte aber, dass es nichts Schlimmes sei. Dass Gustav schon im Bett lag, war mir in dem Moment völlig egal ;-) . Während beide nichtsahnend und unabhängig voneinander sich auf den Weg machten, stürmten wir beide das Haus und überrschten meine Geschwister und Eltern, mit denen ich noch am Vorabend telefoniert hatte. Es hat riesigen Spaß gemacht, das Geplante geheim zu halten. [Elli & Mani...Stichwort: Kuchen ;-) ]

Auf  jeden Fall hat sich die Mühe gelohnt. Meine Eltern musste ich leider wecken, aber das bereue ich nicht.

Hier einige Sachen, über die ich mich gefreut habe.

Mein Papa sagte erstmal garnichts und schaute mich nur mit einem fragenden Blick an. Später erzählte er: “Erstmal dachte ich, wir währen bei Gerd zu Besuch. Aber dann sah ich um mich und dachte – Nee, ..is mein Bett.”

Mein Bruder fragte am nächsten Morgen: “Mama, hab ich heut Nacht geträumt oder ist Gerd wirklich gekommen”? (Er hat mich am Abend noch schlaftrunken umarmt.)

Als Gustav und Johann ankamen, war ich erst noch oben und überraschte beide, indem ich einfach herrunter kam. Es war ein tolles Wiedersehen.

Am nächsten Tag habe ich von meiner Mutter eine Massage im Studio bekommen – ein Gefühl, als sei man neu geboren.

Als Papa von der Arbeit kam, sind wir in die Gemeinde gefahren, um beim Bühnenbau zu helfen. So manch ein überraschtes Gesicht hat mich zum Schmunzeln gebracht. Der Nachteil an der ganzen Sache war: Ich musste die selben Fragen immer wieder beantworten. Aber mit sowas musste ich rechnen.

Womit ich nicht gerechnet hatte war,  dass meine Freunde sich für die kommenden Tage sehr viel Zeit nehmen würden. Am Freitagnachmittag waren wir in der Paderborner Innenstadt, um einige Dinge zu besorgen und gemeinsam abzuhängen.

Am Samstag half Gustav mir bei bürokratischen Arbeiten und dann testeten wir seine 7-Meilen-Stiefel. Am Abend durfte ich nach langer Zeit wieder die Jugendstunde besuchen. Danach war Dönerteller-Essen angesagt.

Auch wenn ich in den vergangen 8 Monaten viel verpasst habe, konnte ich aber diesmal bei der Premiere der neuen Bühne am Sonntag in unserem Bethaus dabei sein. Ein Teil der Jugend und der Kinderchor gestalteten die Gottesdienste.

Für Montagabend planten wir einen Besuch bei meinem ältesten Bruder, seiner Frau und meiner ersten Nichte – Cellin Isabella. Stolzer Onkel hihi…:-)

Johann, der im Moment ebenfalls sein Zivi  macht, nahm sich den Dienstag frei. Der Tag war dem Sport gewidmet. Wir liefen im Ahorn-Sport-Park, spielten mit einer Azubiklasse Basketball und Badminton und liefen dann wieder, während Gustav seine letzte Klausur schrieb. An dem Abend fuhren wir dann gemeinsam mit Gustav nach Büren, um meine Verwandten zu überraschen. Leider hatte ich die Hochzeit von Samuel und Irene verpasst, konnte sie aber nun nach zwei Monaten persönlich beglückwünschen. Es hat  einen “Heidenspassss” gemacht, mehrere Minuten im dunklen Klo zu verharren, während meine nichtsahnenden Cousins und Cousinen in Samuels Wohnung kamen und sich erstmal mit meinen Freunden unterhielten, bis ich dann hervor kam, als wäre ich nie weg gewesen. Danke für den schönen Abend bei Pizza und “Schwipp Schwapp” :-) .

Der Mittwochmorgen war dem Packen gewidmet. Am späten Nachmittag gingen wir zu dritt Eisessen und verbrachten dann die Zeit bis zur Abreise mit der Familie bei uns im Wohnzimmer. Die Rückreise nach Israel war anstrengend. Und ich habe gemerkt, dass mir das Landen durch den Druck in den Ohren fast unerträglich wird. Aber irgendwie nur das Landen.

Jetzt komme ich zu der Sache mit meinen elektronischen Geräten: Kurz vor der Abreise nach Deutschland hat mein Netbook den Geist aufgegeben.  Und ferner bin ich nun in Israel ohne Festplatte und Kamera. Das ist auch der Grund, warum in diesem Artikel noch keine Bilder sind. Wie auch immer… Es sind so ein paar Fehlentscheidungen, die alles zerstören. :-( ärgerlich…

Alles in Allem hat sich der Urlaub aber gelohnt und es fiel mir schwer wieder zu gehen.  Ich überlege gerade, ob ich meinen Rückflug ebenfalls verheimlichen soll :-) .

Bis denne

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UPDATE 16.May 10

Endlich ist meine Kamera da. Habe ein paar Bilder Eingefügt und hier gibts noch mehr.

12 Antworten zu Urlaub in Deutschland

  1. gustav sagt:

    …die Überraschung ist dir echt gelungen! War eine tolle Zeit! Noch viel Freude in den letzten Monaten und dann würde ich schon sagen BIS BALD :-)

  2. shorsh sagt:

    ;-) freu mich schon.

  3. viktor sagt:

    Shalom Gerd,

    habe von Johann erfahren das du dir hier so’ne Seite eingerichtet hast und wollt mich auch mal auf diese Weise bei dir melden:-) Schön das es dir gut geht und du Freude am Dienst hast. Ich wünsche dir, dass du darin wächst. Diene dem Herrn mit Freuden! -> Denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke! Jer. 8,10

  4. shorsh sagt:

    Schön, dass du vorbei schaust. Viele liebe Grüße.

    PS: Oben ist auch der Link zu Johanns Blog.

  5. Vektor sagt:

    Hey, Gerd,

    war schön dich nach all der Zeit während deines “Heimaturlaubs” wieder zu sehen. Freu mich schon auf dein Comeback in unseren Jugendaktivitäten.

    Du könntest mir bei Gelegenheit eigentlich auch mal erläutern, was du jetzt genau beruflich oder auch sonst so geplant hast. Hast du dich bereits entschieden? (Studium, Arbeiten,…??)
    Bis die Tage dann.

  6. Viktor L. sagt:

    Hi Gerd,

    war schön dich zu sehen! Hab den kleinen Schock mittlerweile verarbeitet;-) Gute Überraschung!

    Wünsche dir für die letzten Monate Gottes Segen.
    Auf bald.

  7. Hi Gerd!!!
    War ne tolle Zeit als du hier warst.
    Ein Glück, dass die Kamera wieder da ist. Wie kommt die jetzt zu dir herüber?
    Schade, dass du in der Zwischenzeit keine Fotos machen kannst. Wie weit ist dein Laptop?

    Schöne Grüße
    Johann

    • shorsh sagt:

      Hi, hab ich genauso empfunden. ;-)

      Ich Glaub meine Geschwister nehmen die mit.
      Mein Netbook habe ich aus welchem Grund auch immer, mitgenommen. Ich schrieb ja dass es einige Fehlentscheidungen sind, die alles zerstören. Das Ding liegt.

  8. Viktor & Anastasija sagt:

    Das mit den vier Viktors lass ich mir natürlich nicht entgehen…;-)

    Hat uns sehr gefreut, dass du da warst.

    PS: Es wird Celine Isabella geschrieben!

  9. Marianne sagt:

    hey Gerd!
    Das war ne super Überraschung!!
    Hätte ich nie gedacht, was du am Vorabend mit deinem “Ich möchte den Kuchen, den ihr für mich backen sollt, sehen”, gemeint hast.
    toll! und zu guter letzt, da wir ja nicht wussten dass du kommst und uns das einbisschen komisch vorkam, dass du den Kuchen per Skype sehen wolltest, haben wir keinen Kuchen gebacken. – Hättest du uns deinen Urlaub verraten hätten wir auch 5 Kuchen für dich gebacken – ehrlich!!

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